Drei Wochen waren wir unterwegs, mit vielen Zügen (es waren über 20) und ja, einigen Bussen sowie einer wilden Fahrt auf einer Fähre. Auf dieser Reise haben wir viel Neues entdeckt, einiges mehr über Finnland, Norwegen und Schweden gelernt und uns auch ab Orten und Gegebenheiten gefreut, die wir bereits kannten. Unsere Eindrücke und Erinnerungen sind geprägt von aufgeräumten Städten, stehenden und schwimmenden Shoppingcenter, steppenden Elchen, gesprächigen Buschauffeuren der Linie 300 und etwas Koffein. Und natürlich von der beeindruckenden Natur. Beeindruckt sind wir auch von der Tatsache, dass in Skandinavien vieles so ruhig, besonnen und selbstverständlich funktioniert, wo andernorts mehr (unnötige) Hektik und Durcheinander herrscht. Nur die toten Fische scheinen es eilig zu haben.
Und diese Selbstverständlichkeit und Gelassenheit nehmen wir nach dieser langen schönen Reise gerne mit nach Hause.

Uns bleiben aber auch die viele Begegnungen mit Menschen an den unterschiedlichsten Orten. Seien es Freunde, die uns in Stockholm mit einem grossen Brunch empfangen haben, die neuen Bekanntschaften aus der Schweiz im Zug nach Narvik, der Besuch bei VR Fleetcare und natürlich auch mit den Menschen, welche die Züge (und Busse und Fähren) betreiben oder in Schuss halten. Dazu kommen natürlich auch noch die Mitarbeitenden von den Hotels, in welchen wir genächtigt haben.
Wir haben uns in den letzten Tagen in Südschweden von diesen vielen Erlebnissen erholt. Wir geben hiermit aber offen zu, dass zu dieser Erholungsphase auch eine Zufahrt gehörte. So haben wir noch eine kleine eintägige Kurzreise von Sävsjö nach Linköping und Kalmar unternommen und sind dabei mit den etwas speziell aussehenden Zügen des Typs Y2 (besser bekannt unter dem Namen Rubbernose) durch die Wälder Smålands gedüst. Während der restlichen Zeit haben wir uns aber erholt - versprochen.

Apropos versprochen: Ein Versprechen möchten wir gerne noch einlösen, es fehlt nämlich noch der Bericht aus dem finnischen Eisenbahnbetriebswerk in Helsinki. Diesen haben wir nun aufbereitet und präsentieren diesen nun als Highlight zum Schluss (das Highlight mag wohl für diejenigen Leser*innen zutreffen, welche Eisenbahnen auch so mögen wie wir). Hier der Bericht

Wir bedanken uns bei euch fürs Mitlesen und Mitlachen - ihr wart so schliesslich immer auch ein bisschen dabei. Wir freuen uns aufs nächste Mal, denn die Planung für das Schwedenreisli 2026 hat bereits begonnen. Man darf gespannt sein.
Damit ein herzliches Hejdå, Tschüss und auf Wiederlesen!

Aus dem verspäteten ICE 77 auf seinem Umweg zurück in die Schweiz,
Jonathan und François

