Alles hat ein Ende. Und damit auch das diesjährige Schwedenreisli. Das Konzept Schwedenreisli ist ein verrücktes. Und ein mittlerweile eingespieltes und bewährtes. Es geht darum, Land und Leute per Schiene kennen zu lernen, die unterschiedlichen Regionen und Landschaften Schwedens zu erfahren und um die schönsten Orte zu erkunden, die über Gleise zu erreichen sind. Nun, wir haben es erneut geschafft, da sind wir uns einig. Die über tausend Kilometer auf Zügen (und ein bisschen Fähre und Busse) waren unglaublich schön.
Man könnte nun den Eindruck haben, dass es für uns nichts mehr auf Schienen in Schweden zu entdecken gibt. Das denken wir jedenfalls nicht und überlegen uns bereits, was als Nächstes folgen könnte. Das Land fasziniert und es gibt noch viele Orte an Gleisen, wo wir noch nicht ausgestiegen sind.
Nach diesem abenteuerlichen Schwedenreisli möchten wir uns bei euch herzlich bedanken. Danke für das fleissige Mitlesen und Mitfiebern. Danke für die zahlreichen Reaktionen und Inputs für weitere Reisen. Es ist schön zu wissen, dass viele Leute unseren Blog lesen. Neben dem Dokumentieren unserer Reisen und dem Teilen von Erlebnissen möchten wir vor allem auch Menschen ermutigen, mit Zügen grosse Reisen zu unternehmen. Wir sind überzeugt, dass es am schönsten ist, ein Land mit der Eisenbahn zu bereisen. Macht das also auch! In Zügen reist man gemeinsam, man kann sprechen, schweigen, träumen oder schlafen. Früher oder später kommt man mit Menschen in Kontakt, spürt Veränderungen von Kulturen und Sprachen unterschiedlicher Regionen. Man erlebt Wetterveränderungen und das Klima hautnah. Wir reisten über den Polarkreis, spürten den arktisch kalten Wind und haben wunderbare Menschen kennengelernt. Wir reisten südwärts, besuchten schöne Städtchen, quirlige Metropolen und konnten auch dort die Stimmungen erleben. Und dann gab es plötzlich viel Sonnenschein und Wärme im Süden von Schweden. Diesem unglaublich vielfältigen Land, so weit im Norden Europas, das wir so mögen.
Ein herzliches Heydå und tack så mycket,
Jonathan & François

Reiseübersicht
- 19. Juni – Das Rätsel und die Göteborgfähre
- 20. Juni – Gewitterwolken und die rostenden Kähne
- 21. Juni – Schärenhüpfen und die fiese Helix
- 22./23. Juni – Der Norden und das Vorfach
- 24. Juni – Die Inlandsbanan und die Bachforellen
- 25. Juni – Räucherfisch und der rauchende Abfalleimer von Storuman
- 26. Juni – Restauranttipps und die schlaflose Stadt Östersund
- 27./28. Juni – Falun und der Kupferbock
- 29./30. Juni – Fahrplanbingo und das schöne Stockholm
- Die Ode an die Schwedenreise

